Termin: Mittwoch, 12. September 2007; 16:00-18:00 Uhr
Raum: 108
Fragestellung und wissenschaftlicher Ansatz:
Ziel seitens der Forschungsgruppe ist die Vorstellung und Diskussion ergebnisorientierter Modellierung, Simulation und Optimierung von Informationsflüssen, Arbeitsabläufen sowie Geschäftsprozessen, etc. Der Ansatz umfasst die Visualisierung von Netzwerken (Wissens- und Erkenntnisnetzwerken) und die in ihnen ablaufenden Prozesse. Mittels Verknüpfung und Spezifizierung wird dabei informelles soziales Kapital aktiviert und wesentliche Prozesse und Ressourcenströme abgebildet.
Die Prozessanalyse und die großskalige Simulation sind mit der Entwicklung eines modularen Wissensmanagementkonzeptes verbunden, das eine makro- und mesoskopische Abbildung auch komplexer Prozessstrukturen im Hinblick auf diverse Optimierungsfragen erlaubt. Im Ergebnis werden Übersicht, Arbeitserleichterung und Zeitersparnis im Umgang mit Kontakt- und Personeninformationen, personellen Verflechtungen, Verfahrensweisen und Prozessen gewonnen. Die Simulation ermöglicht die Strategieentwicklung für den Aufbau und die Pflege robuster Wissens- und Informationsnetzwerke.
Bei der Modellierung und Simulation von Prozessen und deren Abhängigkeiten werden unter anderem die Methoden aus der Graphen- sowie der Automatentheorie herangezogen. Die Kopplung beider Theorien ist für entsprechende Projektverläufe von großer Bedeutung, da so die notwendige Qualität der Prozessanalyse und deren Visualisierung sichergestellt werden kann. Für Wissens- und Informationsflüsse werden zudem Erkenntnisse und Methoden der sozialen Netzwerkanalyse, der Organisationsforschung und der Komplexitätsforschung genutzt.
Leitung
Dipl. verw.-wiss. Clemens Gause, Technische Fachhochschule Berlin
Referentinnen/Referenten
Prof. Dr. Ing. Heike Emmerich, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Dipl. verw.-wiss. Clemens Gause, Technische Fachhochschule Berlin
Dipl. verw.-wiss. Dirk Läufer, Universität Potsdam