Raum: HS 5
Um für die Marine effektive Lösungen in diesem Bereich entwickeln zu können, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen den Streitkräften und der Industrie notwendig. Dabei sind jedoch verschiedene Herausforderungen zu meistern. Dies ist zum einen die Definition von Standards, Prozessen und Schnittstellen. Zum anderen ist es der Gegensatz von kurzen Entwicklungszyklen der für die Fernausbildung benötigten Technologien und den langen Projektlaufzeiten im Marineschiffbau von 8 bis 10 Jahren von Vertragsabschlussbis Auslieferung.
Gleichzeitig eröffnet die Fernausbildung aber gerade im Marineschiffbau eine ganze Reihe von Chancen. Für die Marine bietet die Fernausbildung u.a. durch ihre Flexibilität einen deutlichen Mehrwert. Die Beherrschung dieser Technologien kann auch für einen Systemlieferanten zur Sicherung des technischen Vorsprungs beitragen und gleichzeitig zu einem Wettbewerbsvorteil im international stark umkämpften Segment der Überwassermarineschiffewerden.
Dass ein stetig wachsender Bedarf an Fernausbildung besteht, wird z.B. anhand des Projektes Fregatte F125 deutlich. Intensivnutzung mit langen Stehzeiten im Einsatzraum und Zwei-Besatzungs-Konzept bei einer im Vergleich zur Fregatte F124 nahezu halbierten Besatzung stellen für die Ausbildung der Crew neue Herausforderungen dar. Fernausbildung soll helfen, ausbildungsbedingte Abwesenheiten zu verkürzen und Training flexibler (d.h.losgelöst von Lernort und Lernzeit) zu gestalten.
Der Fernausbildungskongress bietet der Marine, Ausbildungsexperten der Bundeswehr und anderer Streitkräfte sowie Anbietern von Trainingslösungen die Möglichkeit, in einen Dialog zu treten. Das Ziel muss die Entwicklung bestmöglicher Ausbildungslösungen für die Streitkräfte sein bei einem zielgerichteten Einsatz der immer enger werdenden Ressourcenund unter Vermeidung von Doppel- oder Parallelentwicklungen.